Die Verbraucherpreise für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke blieben in den vergangenen drei Monaten relativ stabil. Im Oktober 2011 stieg der Verbraucherpreisindex für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke lediglich um 0,09 Prozent gegenüber dem Vormonat an. Im Vergleich zum Vorjahresmonat fiel der Anstieg mit 3,3 Prozent deutlich höher aus. Die Teuerung der allgemeinen Lebenshaltungskosten betrug im Oktober 2011 2,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat.

Auf dem Rohstoffmarkt entspannte sich die Lage im Oktober 2011 im Vergleich zum Vormonat. Der HWWI-Rohstoffpreisindex ohne Energie sank um 7,6 Prozent, ebenso der HWWI-Rohstoffpreisindex für Nahrungs- und Genussmittel. Die Rohstoffpreise sanken insbesondere bei Getreide (Weizen, Mais, Gerste), Rohkaffee und Kakao. Lediglich der Rohstoffpreis von Reis stieg um 1,7 Prozent. Vergleicht man den Anstieg des HWWI-Rohstoffpreisindexes für Nahrungs- und Genussmittel mit dem entsprechenden Vorjahresmonat, so fiel dieser im Oktober 2011 mit 7,9 Prozent deutlich geringer aus als in den vorangegangenen Berichtsmonaten 2011.

Die Ernährungsindustrie exportierte im September 2011 Waren im Wert von 4,2 Mrd. Euro. Im Vergleich zum Vorjahresmonat stieg der Exportwert um 14,3 Prozent. Die Ausfuhrpreise für Nahrungsmittel und Getränke stiegen von September 2010 auf September 2011 um 6,6 Prozent. Betrachtet man das reale Exportwachstum, so stieg der Exportwert im September 2011 um 7 Prozent gegenüber September 2010.

Die Ernährungsindustrie ist mit 544.000 Beschäftigten der viertgrößte Industriezweig in Deutschland und ein stabiler Arbeitgeber. Die Branche sichert die Lebensmittelversorgung von rund 100 Millionen Menschen mit sicheren, hochwertigen und preiswerten Lebensmitteln.

Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie