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Die mehrtägige Fachkonferenz wurde von dem Kompetenznetz GIQS (Grenzüberschreitende integrierte Qualitätssicherung e.V) und der Universität Bonn veranstaltet. Wie die vom Cluster Ernährung.NRW unterstützte Studie „Expertenbarometer Ebermast“ weiter ausweist, geht mehr als die Hälfte der dazu Befragten (53 Prozent) davon aus, dass eine Etablierung der Ebermast mittelfristig (bis 2019) gelingen kann. Immerhin 35 Prozent der Experten halten eine Systemumstellung erst langfristig beziehungsweise gar nicht für realistisch.

Als besonders wichtig für die Lösung der mit der Ebermast verbundenen Probleme bezeichneten die Experten die Entwicklung einer Technik, mit der eine sichere Identifizierung von Ebern mit Geruchsabweichungen möglich ist. Gerade in diesem Bereich wird sowohl der bisherige als auch der in den nächsten vier Jahren zu erwartende Entwicklungsfortschritt als lediglich mittelmäßig eingeschätzt. Die große Mehrheit der Befragten geht vielmehr davon aus, dass die Entwicklung entsprechender Technologien frühestens in zehn Jahren abgeschlossen sein kann.

Als überraschend wertete Prof. Monika Hartmann von der Landwirtschaftlichen Fakultät der Uni Bonn bei der Vorstellung der Ergebnisse der Befragung die Einschätzung der Experten hinsichtlich der wirtschaftlichen Konsequenzen einer Umstellung auf die Ebermast: Danach sind weder auf der Ebene der Landwirtschaft, noch der Verarbeiter noch des Handels nennenswerte Veränderungen in der wirtschaftlichen Situation zu erwarten. Immerhin 44 Prozent der Experten waren der Meinung, die Ferkelkastration sollte abgeschafft werden und eine Umstellung auf Ebermast erfolgen. 36 Prozent sprachen sich für eine Kastration unter Anwendung schmerzlindernder Mittel aus. Lediglich 18 Prozent der befragten Experten befürworteten die Kastration von Ferkeln vor dem 7. Lebenstag ohne Betäubung und Schmerzlinderung.

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