Andera Gadeib, CEO und Gründerin von Dialego: "Die Fleischskandale haben kaum Spuren hinterlassen - nach wie vor gehört Fleisch bei den meisten Bundesbürgern einfach zu einer vollständigen Mahlzeit. So kauft der Großteil der Befragten (78 Prozent) mindestens einmal pro Woche oder häufiger Fleisch ein." Noch eindeutiger fällt das Ergebnis beim Verzehr aus: Gerade ein Prozent der Fleischesser isst lediglich "sehr selten" Fleisch, der Rest mindestens einmal pro Woche. "Allerdings", so Gadeib weiter, "haben die Fleischskandale dazu geführt, dass 94 Prozent der Verbraucher sehr genau überprüfen, ob die jeweilige Einkaufstätte hygienisch ist." 84 Prozent der Verbraucher wollen zudem gerne eine gewisse Garantie dafür, dass die Herkunft des Frischfleisches komplett zurückverfolgt werden kann.

Der Blick auf die Einkaufstätten zeigte, dass drei Viertel der Fleischesser ihr Fleisch meist im Supermarkt kaufen, auf Platz zwei folgen die Metzgereien mit 48 Prozent und auf Platz drei die Discounter mit 44 Prozent. Gadeib: "Wir sind gespannt wie sich die Position der Discounter bei der nächsten Umfrage verändern wird, da sie derzeit ihre Frischfleischangebote stark ausweiten."

Biofleisch entwickelt sich zum Luxusgut: Zumindest zeigte die Befragung, dass die Befragungsgruppe mit einem Einkommen ab 5.000 Euro ihr Fleisch gerne beim Hersteller oder im Bioladen kauft. Insgesamt jedoch ist das Interesse an Biofleisch eher gering. So kaufen insgesamt lediglich 2 Prozent der Fleischesser ausschließlich
Biofleisch.


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