Große Stapel an vorgeschnittenem Aufschnitt in der Wursttheke laufen genau diesem Bedürfnis vieler Kunden entgegen. Auch wenn der Unterschied tatsächlich nur gering sein sollte, da der Aufschnitt ja nur kurze Zeit vor dem Verkauf aufgeschnitten wird. Trotzdem liegt gerade hierin der Unterschied für den Kunden. Eine Wurst, die frisch angeschnitten wird, und Scheiben, die vor den Augen des Kunden geschnitten werden, sind häufig attraktiver, weil der Kunde die Waren in dem Moment als frischer beurteilt als vorgeschnittene Ware, die sich im Bauchgefühl kaum noch von dem fertigen Stapelpack in der Selbstbedienungstheke eines Supermarktes unterscheidet.

Natürlich ist es durchaus sinnvoll, an kundenintensiven Tagen einen Teil der Ware aufgeschnitten zu bevorraten. Dennoch sollte auch immer noch die angeschnittene Wurst mit in der Theke liegen, so dass der Kunde individuelle Wünsche äußern kann, die schnell und unkompliziert erledigt werden können. Vielleicht möchte der Kunde die Scheiben etwas dicker oder lieber etwas dünner haben. Vielleicht gefällt ihm auch einfach die erste Scheibe im Anschnitt besonders gut und er möchte lieber diese Scheibe haben, als eine vom Stapel. Wie auch immer sich Ihr Kunde fühlt und entscheidet, er sollte die Wahl haben und das Gefühl behalten, individuell bedient worden zu sein.

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Der Kunde in der Fleischerei legt besonderen Wert auf individuelle Behandlung. Er möchte, dass seine Wünsche gehört werden, und ist bereit, für gute Qualität und Beratung auch ein wenig tiefer in die Tasche zu greifen. Daher ist es eventuell gar nicht so wichtig, jeden Kunden so schnell wie möglich zu bedienen, sondern sich für jeden Kunden Zeit zu nehmen.

In der Regel fragen Sie den Kunden, wieviele Scheiben oder Gramm von einer Ware er haben möchte. Fragen Sie doch auch mal nach, wie der Kunde die Scheiben geschnitten haben möchte, hauchdünn, normal, dick oder extra dick. Das macht kaum mehr Aufwand, gibt dem Kunden aber das Gefühl, ernst genommen und bevorzugt behandelt zu werden.