Die EU-Kommission und die Bundesregierung wollen die Verwendung von Kräutern und Gewürzen einschränken. Der Fachverband der Gewürzindustrie sowie der Europäische Verband der Gewürzindustrie sind gegen die geplante Regelung und führen dazu folgende Argumente ins Feld: Die Verordnung führe dazu, dass anstelle von natürlichen Kräutern und Gewürzen verstärkt Aromastoffe bei der Lebensmittelherstellung verwendet werden. Die Verordnung basiere nicht auf wissenschaftlichen Erkenntnissen, trage nicht zur höheren Sicherheit von Lebensmitteln bei und diene nicht dem Schutz der Gesundheit der Verbraucher. Außerdem werde die Verordnung dazu führen, dass natürliche, schützende Antioxidantien und sekundäre Pflanzenstoffe, die über Kräuter und Gewürze in Lebensmittel kommen, in zusammengesetzten Lebensmitteln reduziert würden. Diese Stoffe seien nicht in gleicher Menge in Aromen vorhanden. Mit der Verordnung werde in Zusammensetzung und Geschmack von zusammengesetzten Lebensmitteln eingegriffen. Der Fachverband der Gewürzindustrie und der Europäische Gewürzindustrieverband hoffen, dass eine vernünftige Lösung gefunden wird.

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