Polen ordert mehr Schweinefleisch
Foto: Eurostat Comext database, Mai 2010 Die fünf wichtigsten Lieferanten Deutschland, Dänemark, Belgien, die Niederlande und Spanien stehen für 90 Prozent der polnischen Schweinefleischeinfuhren (inklusive Fett und Nebenprodukte). Großes Bild

Die belgischen Ausfuhren von Schweinefleisch nach Polen sind seit 2007 auf Wachstumskurs. 2009 wurde erstmals die 50.000-t-Marke geknackt. Damit ist Belgien zum drittwichtigsten Lieferanten Polens avanciert. Vor diesem Hintergrund haben sich Mitte April acht belgische Fleischlieferanten im Rahmen einer vom Belgian Meat Office in Brüssel organisierten Handelsreise auf den Weg nach Poznan und Warschau gemacht, um bestehende Kundenkontakte zu pflegen und neue Geschäftsbeziehungen aufzubauen. Die Polen sind Schweinefleischliebhaber. Zahlreiche kleine Produzenten haben 2007 die Schweinezucht aufgegeben, was zu einem deutlichen Rückgang der Produktionszahlen geführt hat. Als Nettoimporteur ist Polen seit 2007 auf die Einfuhr von Schweinefleisch angewiesen. René Maillard, Manager von Belgian Meat Office in Brüssel, hat Polens Ökonomie unter die Lupe genommen: „Wir gehen davon aus, dass sich die polnische Wirtschaft in den kommenden Jahren weiterentwickeln wird. Die belgische Delegation war erstaunt über die hypermodernen Industriegebiete und Einkaufszentren. Man spürt deutlich den Einfluss von ausländischem Kapital, unter anderem auch deshalb, weil zahlreiche Polen Beschäftigungen im Ausland nachgehen und Devisen in die Heimat transferieren. Der Lebensstandard steigt und der Fleischkonsum wird angekurbelt. Derzeit wird kräftig in das Autobahnnetz investiert – ein wichtiger Faktor für den Ausbau von Handelsbeziehungen!“

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Die belgischen Ausfuhren von Schweinefleisch nach Polen sind seit 2007 permanent gestiegen.  Der absolute Durchbruch auf dem polnischen Markt ist den Fleischlieferanten aus Belgien 2008 mit 30.020 t gelungen – das ist eine Verdreifachung gegenüber 2007. 2009 sind die Zahlen nochmals um knapp 70 Prozent oder 20.000 t in die Höhe geschnellt, um bei 50.761 t einzupendeln. Damit rückt Belgien auf Rang 3 der polnischen Lieferanten vor. Dieser Erfolg geht in erster Linie auf das Konto der frischen Schlachthälften (34.804 t). Platz 2 belegen die Teilstücke (frisch und tiefgekühlt sowie mit und ohne Knochen) mit 9.875 t.

„Die belgischen Fleischlieferanten äußern sich positiv über den Verlauf der Handelsreise. Die polnischen Fleischeinkäufer wissen die hohe Fleischqualität der belgischen Schweinekarkassen sehr zu schätzen. Auffallend ist, dass E-Karkassen und Teilstücke mit Knochen besonders gefragt sind. Diese schweren Typen mit hohem Zerlegeertrag sind inzwischen bestens bekannt in Polen“, sagt Maillard.