Lebenswerk geehrt
Foto: BFEL Die AMSA hat Karl Otto Honikel (rechts) mit ihrem International Award gewürdigt. Großes Bild

Karl Otto Honikel hat den International Award der American Meat Science Association (AMSA) in der Sparte „Internationale Zusammenarbeit“ erhalten. Mit dem Preis, der in Fachkreisen als höchste Prämierung der Fleischforschung gilt, würdigte die AMSA die große internationale Anerkennung, die sich der ehemalige Institutsleiter an der Bundesforschungsanstalt für Ernährung und Lebensmittel in Kulmbach und Leiter der Bundesanstalt für Fleischforschung mit seinen wissenschaftlichen Arbeiten und zahlreichen Vortragsreisen erworben hat. Honikels größtes Verdienst sei dabei das Verbinden von intensiver Grundlagenforschung mit der direkten Umsetzung in die Praxis derFleischbehandlung gewesen. So erarbeitete er wesentliche Erkenntnisse zur Wirkungsweise derGlykogenphosphorylase. Dieses Enzym stellt dem lebenden Muskel Energie zur Kontraktion bereit und trägt im Fleisch zum Entleeren der Energiespeicher und zur Fleischsäuerung bei. Darauf aufbauend folgten Forschungsarbeiten zum Kühlen von Fleisch, zur Warmfleischverwendung für traditionelle Wurstwaren und zu den zart machenden Effekten der Fleischreifung. Besondere Anerkennung erhielt Honikel auch für seine Erfolge im Bemühen, die Analysemethoden im Fleischbereich zu vereinheitlichen.

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