Nach kurzer, schwerer Krankheit verstarb am 7. Januar 2007 völlig unerwartet Kurt Rauffus, Seniorchef des Wurstherstellers Rügenwalder Mühle in Bad Zwischenahn.
Kurt Rauffus trat 1952 als Kommanditist in das Unternehmen ein. Im gleichen Jahr heiratete er Ruth Müller, Urenkelin des Unternehmensgründers und Tochter des damaligen Firmenchefs Carl Müller. Unter großem persönlichen Einsatz führte Kurt Rauffus die Rügenwalder Mühle zu einem beachtlichen Aufschwung. 1956 erfolgte unter seiner Regie der Umzug des Betriebes von Westerstede nach Bad Zwischenahn; im gleichen Jahr erkannte der Bundesgerichtshof die „Rügenwalder Teewurst“ als geschützte Herkunftsbezeichnung an.
1964 wurde Rauffus geschäftsführender Gesellschafter der Rügenwalder Wurstfabrik. Unter seiner Leitung entwickelte sich das Unternehmen mit der roten Mühle, das heute knapp 400 Mitarbeiter beschäftigt, zu einem der größten und bedeutendsten Produzenten von Fleischspezialitäten in Deutschland.
Rauffus bekleidete während seiner aktiven Zeit als Geschäftsführer der Rügenwalder Mühle mehrere Ämter, unter anderem war er zeitweise Vorsitzender der niedersächsischen Fleischwarenindustrie sowie Vizepräsident des Bundesverbandes der Fleischwarenindustrie. 1988 erhielt er für seine Verdienste das Bundesverdienstkreuz. Sein Sohn Christian trat Anfang der 90er Jahre ins Unternehmen ein und begründet damit die fünfte Generation des Familienbetriebes.
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