Die deutschen Gewürzverarbeiter haben mit erheblichen Preissteigerungen zu kämpfen und müssen Versorgungsprobleme in den Beschaffungsmärkten verkraften. Der steigende Dollarkurs verschärft die Situation. So haben sich aufgrund knapper Ernten und steigender Nachfrage laut dem Fachverband der Gewürzindustrie die Preise für Kümmel gegenüber dem Vorjahr fast verdoppelt. Die Preise für Koriander stiegen um über 25 Prozent, Tomatenpulver verteuerte sich um zirka 15 Prozent. Hilfsstoffe wie Phosphat (plus 100 Prozent gegenüber 2007), Ascorbinsäure und Natriumascorbat (plus 20 bis 50 Prozent) und Zitronensäure-basierte Produkte (plus 30 bis 40 Prozent) verteuerten sich seit dem Vorjahr unkalkulierbar.
Hinzu kommt: Gewürze werden weltweit überwiegend in Dollar gehandelt; der erstarkende Dollarkurs hat in den letzten Monaten zu einer schleichenden Preiserhöhung bei Gewürzen um 10 bis 15 Prozent geführt.
Die aktuellen Kostensteigerungen gehen nach Angaben des Fachverbands der Gewürzindustrie e.V. an die Substanz der Unternehmen.
⇥www.gewuerzindustrie.de