
- Foto: VLAM
Der Warenstrom ist online innerhalb kurzer Zeit nachverfolgbar.
Großes Bild
Laut VLAM, der Gesellschaft zur Absatzförderung belgischer Agrarprodukte, bemüht sich die belgische Fleischwirtschaft, das Certus-Qualitätssystem ständig zu verbessern und den Produktionsverlauf transparenter zu machen. Dabei hätten sich seit November 2007 die Vorgaben für Certus-Teilnehmer verschärft: Die Certus-Anerkennung für Schlachthöfe und Zerlegebetriebe ist jetzt an die Bedingung geknüpft, dass eines der von der Global Food Safety Initiative (GFSI) anerkannten Sicherungssysteme für die Lebensmittelindustrie angewandt wird. Das heißt, dass ein Zertifikat von BRC, IFS, Dutch HACCP oder SQF vorliegen muss.
Alle Certus-Dokumente müssen digital erstellt werden und zentral vom Standardeigner Belpork e.V. abrufbar sein. Durch die digitale Rückverfolgbarkeit des belgischen Systems „TRACY“ soll der Certus-Warenstrom online schnell nachverfolgt werden können.
Die Prozessoptimierung des bestehenden Certus-Rückverfolgungssystems sei bereits im vergangenen Jahr durch die online-Vernetzung der Certus-Teilnehmer umgesetzt worden. Um die Rückverfolgbarkeit im Minutentakt zu gewährleisten, müssen die Losdaten auf allen Stufen im Produktionsprozess genau dokumentiert sein und im zentralen „TRACY-Rechner“ eingespeist werden.
Die Auflagen im Lastenheft beziehen sich auf alle Stufen der Produktionskette, von der genauen Vorschrift zur Verwendung von bestimmten Futtermitteln, der Haltung der Tiere bis hin zum Transport und Handel der Ware.
Alle an diesem Prozess Beteiligten, wie Schlachthöfe, Zerlegebetriebe, oder der Handel arbeiten laut VLAM an einer stetigen Optimierung des Certus-Systems. Ein unabhängiges Expertengremium dokumentiere und analysiere diese Ergebnisse und soll Plattform für neue Ideen sein.⇥www.vlam.be