Belgische Schweinefleischausfuhren nahezu stabil

Der Export von belgischem Schweinefleisch ist im zurückliegenden Jahr leicht hinter den Vorjahreswerten zurückgeblieben; ungeachtet dessen konnte in einzelnen Märkten ein kräftiges Plus erzielt werden.

Bild: Belgian Meat Office/Eurostat

2016 wurden insgesamt 829.784 t Schweinefleisch im Ausland platziert. Mit einem Volumenanteil von 88 Prozent wurde das Gros der Mengen in der Europäischen Union abgesetzt. Die traditionell wichtigsten Handelspartner – Deutschland, Polen, die Niederlande, Frankreich und das Vereinigte Königreich – halten Belgien weiterhin die Treue. Das geht aus den Zahlen hervor, die das Brüsseler Belgian Meat Office aktuell ermittelt hat.

Während der innergemeinschaftliche Handel um 3,1 Prozent auf 731.714 t zurückfiel, rückt im Drittlandgeschäft mit einem Plus von 6,7 Prozent die 100.000-t-Marke in greifbare Nähe.

Mit einem Volumenanteil von 31,5 Prozent oder 261.383 t bleibt Deutschland, bei leicht rückläufigen Mengen (–1,3 Prozent), weiterhin die wichtigste Lieferadresse. Zum ersten Mal seit fünf Jahren schraubt Polen seine Mengen zurück, und zwar auf 187.574 oder –5,3 Prozent. Im Fünfjahresschnitt (2011 bis 2016) hat belgisches Schweinefleisch dort stolze Wachstumsraten von 18,1 Prozent erzielt. Drittwichtigster Kunde der Belgier waren im zurückliegenden Jahr die Niederlande mit 80.735 t (–3,2 Prozent). In Frankreich konnte mit 42.949 t ein Auftragsplus von 3,8 Prozent eingefahren werden.

Vom globalen China-Boom haben auch die belgischen Fleischlieferanten profitiert: 33.447 t Schweinefleisch wurden 2016 an die Volksrepublik verkauft – das ist ein sattes Plus von 93,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Belgisches Schweinefleisch steht zudem verstärkt in der Gunst philippinischer Geschäftspartner, die mit 13.108 t 16,1 Prozent mehr orderten als vor Jahresfrist. Darüber hinaus sind Südkorea mit 9.898 t (+1,6 Prozent) sowie Hongkong mit 10.709 t wichtige Handelspartner, wobei Hongkong als Tor zum chinesischen Markt mehr und mehr an Bedeutung verliert (–15 Prozent).

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